Bahnhofstraße 14, 48720 Rosendahl

Vinylböden

Vinylböden gehören inzwischen mit zu den beliebtesten Bodenbelägen.

Vinylböden gehören inzwischen mit zu den beliebtesten Bodenbelägen. Es gibt viele Argumente, die heute für einen Vinylboden sprechen. Besonders positiv werden zum Beispiel die sehr guten Hygieneeigenschaften bewertet. Aber auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Des Weiteren bietet Vinyl unzählige Möglichkeiten an Individualisierung. Bei Dekoren, Dessins und Farben sind keine Grenzen gesetzt, da sich fast alles in den Produktionsverfahren realisieren lässt und so eine unglaublich vielseitige Produktpalette entsteht. Und obwohl inzwischen zahlreiche namhafte Hersteller auch Vinylböden anbieten, werden die Böden oft noch mit gesundheitsgefährdenden Materialen in Verbindung gebracht –was für deutsche Produkte keinesfalls mehr zutrifft.

Um mal einen kleinen Überblick über die Eigenschaften von Vinylböden zu geben, haben wir diese Pro- und Kontra-Liste zusammengestellt, die auf einen schnellen Blick schon sehr viel zu den Vinylböden verrät.

Vorteile

  • dank der glatten Oberfläche sind Vinylböden sehr einfach zu reinigen und können einfach abgesaugt oder feucht gewischt werden
  • durch die Grundbeschaffenheit von Vinyl ist der Belag selbst schon äußerst geräuschschluckend
  • in der Regel sind Vinylböden dank der robusten Oberfläche widerstandsfähiger als Böden aus reinem Natur-Material
  • dank der hohen Feuchtigkeitsbeständigkeit können Vinylböden auch ohne Probleme in Feuchträumen wie dem Bad verlegt werden (wichtig ist hier nur ein wasserfester Kleber)
  • Vinylböden haben eine sehr geringe Höhe
  • das Vinyl kann zu minderwertigeren Produkten recycelt werden
  • hochwertige Vinylböden unterliegen heute sehr hohen Auflagen (besonders in Deutschland) und beinhalten keine gesundheitsgefährdenden Weichmacher mehr
  • eine unzählige Auswahl an Farben, Designs und Verarbeitungen ermöglicht viele Gestaltungsmöglichkeiten zur Individualisierung
  • auch Vinylböden sind in Elementen mit Klick-Verbindung erhältlich und können wie Laminat oder Parkett verlegt werden. Wir empfehlen die vollflächige Verklebung von Vinylböden!

Nachteile

  • Vinyl kann endgültig nur in Verbrennungsanlagen entsorgt werden
  • da Vinylböden sehr dünn sind, darf der Untergrund keine Unebenheiten aufweisen
  • Böden, die nicht unter strengen Auflagen oder außerhalb der EU produziert wurden, können immer noch gesundheitsgefährdende Weichmacher enthalten
  • die Entfernung von vollflächig verklebten Vinylböden braucht etwas Zeit, danach muss der Untergrund noch von den Kleberesten befreit werden

Was Sie sonst noch beachten sollten:

  • Auf Warmwasserfußbodenheizung verlegt sollte die Vorlauftemperatur 26° C nicht überschreiten.
  • Die Rutschhemmung sollte bei R9 liegen.
  • Der Resteindruck sollte der DIN EN 24343-1 entsprechen, also 0,03 mm
  • Die Nutzschichtstärken liegen in der Regel bei 0,3 ; 0,55 oder 0,7 mm. Alle diese Klassen entsprechen der Nutzung im Wohnbereich (0,3 mm AC 23) oder m Gewerbebereich (0,3 mm AC 31) bzw. bei 5,5 mm im Gewerbebereich AC 33 und im Industriebereich AC 42. 0,7 mm starke und entsprechend oberflächenbehandelte Vinylböden sind z.B. für Kaufhäuser zugelassen.
  • Vinyle sollten, obwohl umweltfreundlich, möglichst kein Recyclingmaterial enthalten.
  • Die Oberflächenvergütung sollte Mindeststandards entsprechen. Dies ist eine 2-fache Lackierung mit Basic UV-Lack mit UV Protector und UV Lack mit Anti-Scatch-Ausrüstung.

Der Aufbau einer Vinylplanke zum Kleben ist in der Regel:

  • UV-Lackierung Anti-Scratch
  • PVC-Nutzschicht
  • Decor Film
  • PVC Trägermaterial
  • PVC Gegenzug

Und zum Schluss: Was ist PVC?

Aus Rohöl wird Ethen gewonnen.. Das Chlor (Chlor wird großtechnisch vor allem in der Chlor-Alkali-Elektrolyse aus Kochsalz gewonnen) wird im ersten Schritt an das Ethen addiert, und es entsteht 1,2-Dichlorethan. In einem zweiten Schritt wird daraus HCl abgespalten, wobei VCM entsteht. Unter Druck und Zugabe von Initiatoren und anderen Additiven wird VCM in einem Autoklaven zum PVC polymerisiert.

Heute wird PVC nach der Anwendung in PVC-weich (PVC-P /P=plasticized) und PVC-hart (PVC-U /U=unplasticized) unterteilt. Aus Hart-PVC werden Rohre und Profile, zum Beispiel für Fenster hergestellt, ferner Pharmazie-Folien. PVC-weich enthält bis zu 40 % Weichmacher; PVC-hart enthält grundsätzlich keinen Weichmacher. PVC-P spielt in Kabelanwendungen eine große Rolle. Allerdings findet es auch in Fußbodenbelägen, Schläuchen, Schuhsohlen, Dachabdichtungen, „Gummi“-Handschuhen seine Anwendung.

Wie kann es entsorgt werden?

Der Vorteil von PVC, nämlich seine Haltbarkeit, kommt auch dann zum Tragen, wenn es eigentlich verrotten soll. Sonnenlicht zersetzt es nicht, die mechanischen Eigenschaften werden nicht beeinträchtigt. Wasser (auch salziges Meerwasser) und Luft können PVC wenig bis gar nicht zerstören. Deshalb kommt PVC vor allem bei langlebigen Produkten wie Fensterrahmen, Bodenbelägen oder Abwasserrohren zum Einsatz. So gehen etwa 80 Prozent des in Deutschland produzierten PVC in die Produktion von Gebäudebestandteilen. Daher ist die Entsorgungsproblematik nicht ganz mit der von anderen Plastikarten in „Wegwerfprodukten“ zu vergleichen. Die Rücknahme von PVC-Produkten gestaltet sich einfacher, Verstöße sind leichter verfolgbar.

Die Garantie im Wohnbereich beginnt in der Regel bei 10 Jahren.

Sollten weitere Fragen auftauchen -wir versuchen gerne, diese zu klären!
Ihr Team PALMIK aus Rosendahl