Bahnhofstraße 14, 48720 Rosendahl

Reinigungs- und Pflegeprodukte

für geölte und lackierte Holzfußböden sowie allgemeine Informationen

Holz ist en hygroskopisches Material und unterliegt physikalischen Gesetzmäßigkeiten!

Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Einerseits kann diese Tatsache sich klimaregulierend auswirken, andererseits kann es aber auch den Nachteil mit sich bringen, dass es bei Feuchtigkeitsaufnahme quillt bzw. bei Feuchtigkeitsabgabe schwindet. Ob es quillt oder schwindet hängt also direkt vom Raumklima ab. Auch Mehrschichtparkett (Fertig-Parkett) schwindet und quillt, jedoch in geringerem Masse als Massivparkett.

Insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Raumluftfeuchte oft viel zu niedrig ist, kann es durch den natürlichen Schwund des Materials zur Fugenbildung kommen. Umgekehrt, wenn es zu feucht ist, kann es bei zu geringem Wandabstand bzw. bei fehlenden Dehnungsfugen zu Aufwölbungen in der Fläche kommen.

Hinweis: Buchenhölzer schwinden bedeutend stärker als die meisten anderen gebräuchlichen Holzarten. Deshalb können sich im Bucheparkett im Winter, wenn das Wohnklima zu trocken ist, vergleichsweise stärkere Fugen bilden. Also: Fugen- und Rissbildungen sind natürliche Erscheinungen, bedingt durch die Beschaffenheit des Materials und durch Umwelteinflüsse.

Raumklima:

Entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit und optische Beschaffenheit von Holzfußböden haben das Raumklima, die Beanspruchung des Bodens und die Pflege. Wie gesagt -zu niedrige relative Luftfeuchte führt zu Fugenbildung. Zu hohe relative Luftfeuchtigkeit führt zu Quellungen und Verformungen. Ein Raumklima von 18 – 22 Grad C und 50 – 65 % relativer Luftfeuchtigkeit ist ideal für die Werterhaltung des Holzfußbodens und auch für das Wohlbefinden des Menschen.

Beanspruchung:

Für einen Holzfußboden wirken Schmutz und Sand wie Schleifpapier. Diese sind daher von den Oberflächen fernzuhalten. Je härter ein Produkt ist, desto strapazierfähiger ist dessen Oberfläche. Wenn Flüssigkeiten auf den Holzfußboden gelangen müssen diese sofort entfernt und der Boden getrocknet werden! Verwenden Sie im Eingangsbereich Schmutzfangmatten oder Gitter. Filzgleiter unter Tischund Stuhlbeinen sowie unter Möbeln verhindern Kratzer und Beschädigungen der Oberfläche. Bürostühle müssen mit weichen Rollen ausgestattet sein. Der Einsatz von Schutzmatten oder –Platten im Schreibtischbereich ist ebenfalls zu empfehlen.

Geölte Oberfläche

Eigenschaften: Grundsätzlich liegt der Vorteil der Öl-Oberfläche in der Betonung des Holzcharakters durch die matte, natürliche Optik und der partiellen Renovierbarkeit. Das heißt, Sie können Beschädigungen partiell ausbessern, also nur dort, wo es notwendig ist. Im Gegensatz zu lackierten Oberflächen können zwar Beschädigungen wie Kratzer oder Druckstellen leichter in das Holz dringen, können aber auch wieder entfernt werden bzw. tragen zur natürlichen Patina des Holzes bei. Verschmutzungen oder umgeschüttete Flüssigkeiten wie Kaffee oder Rotwein lassen sich genauso leicht reinigen wie beim lackiertem Holzboden.

Die weitere regelmäßige Reinigung und Pflege erfolgt mit Holzbodenseife (Produktvorgaben des Bodenherstellers sind einzuhalten). Die tägliche Reinigung erfolgt mit Staubsauger oder Besen und in regelmäßigen Abständen, ca. 1 – 3 wöchig, mit Holzbodenseife im Wischwasser, je nach Verschmutzung und Beanspruchung des Bodens. Diese Seifenlösungen reinigen in der Regel nicht nur, sondern geben dem Boden durch die verseiften Fette den Schutzfilm, welcher die Schönheit und Pflegefreundlichkeit Ihres Bodens zu bewahren hilft.

Gewischt wird immer nur Nebelfeucht!
Beachten Sie beim Einsatz von Pflegemitteln immer die Gebrauchsanweisungen. Verwenden Sie 2 Eimer, in einem Wasser und Holzbodenseife, im anderen ausschließlich klares Wasser zum Ausspülen des Wischmopp.

Lackierte Oberfläche

Die Lackierung von Fertigparkett ist in der Regel eine Acryl-Versiegelung. Die Härtung durch UV-Licht erzeugt eine harte und beständige Oberfläche. Weder der ungetrocknete noch der getrocknete Lack enthält in diesem Fall Lösungsmittel oder Formaldehyd. Die Oberfläche ist pflegeleicht und hygienisch und bewahrt den natürlichen Charakter. Die Erstpflege erfolgt mit Lackpflegemilch oder einem handelsüblichen Erstpflegemittel für lackierte Parkettböden gemäß Pflegeanleitung des jeweiligen Produkts. Die tägliche Reinigung erfolgt mit dem Staubsauger oder Besen und in regelmäßigen Abständen, ca. 1 – 3 wöchig, mit Parkett Reinigungs- oder Pflegepräparaten im Wischwasser, je nach Verschmutzung und Beanspruchung des Bodens. Diese reinigen nicht nur, sondern geben dem Boden durch die Pflegebestandteile einen Schutzfilm welcher die Schönheit und Pflegefreundlichkeit Ihres Holzbodens zu bewahren hilft.

Achtung: Verwenden Sie keine aggressiven und/oder lösemittel- oder glycerinhaltigen Mittel. Insbesondere bei Überdosierung können diese Präparate die Lackschicht angreifen und Schäden hervorrufen. Das Aufwischen darf niemals nass, sondern nur mit nebelfeuchtem Tuch oder Wischmopp erfolgen!!

Veränderungen im Farbton durch Lichteinfall

Durch das Tageslicht werden in der Holzsubstanz chemische Reaktionen ausgelöst, die eine Farbveränderung bewirken. Die Veränderung des Farbtones geschieht lediglich an der Oberfläche des Holzes. Die meisten Hölzer dunkeln im Verlauf der Zeit nach, helle Hölzer tendieren dazu, gelblich zu werden. Die Gesamtoptik des Bodens wird durch die Farbveränderung gleichmässiger und ausgeglichener. Leichte Farbdifferenzen werden somit auf Dauer automatisch egalisiert.

Beanstandungen – Gewährleistung

Produktfehler oder Mängel sind bei Lieferung (Prüfpflicht) oder spätestens während der Verlegung unverzüglich anzuzeigen. Die weitere Verlegung ist bis zur Klärung des Sachverhalts sofort einzustellen. Der richtige Einbau einer Trittschalldämmung mit Dampfsperre oder eines zugelassenen Klebers sowie Mitlieferung und Anwendung der richtigen Pflegemittel zu den Oberflächensystemen sind Grundlage der Gewährleistung. Bei Verlegung der geeigneten Parkettarten auf Fußbodenheizung müssen besondere Verlegevorschriften dafür eingehalten und insbesondere vor Verlegung auch ein FußbodenAufheizungs-Protokoll durchgeführt und eine Feuchtemessung des Unterbodens gemacht werden. Parkett, Laminat und Massivholzdielen sind für die Verlegung auf Elektrofußbodenheizung nicht geeignet!

Bei Nichteinhaltung o.g. Punkte entfällt jegliche Gewährleistung. Holz ist ein natürliches Material, daher gelten Holzmuster nur als Anhaltspunkt. Gleiches gilt für Öl behandelte Holzoberflächen. Gewisse Farb- bzw. Strukturabweichungen sind naturbedingt und kein Reklamationsgrund.